Mit Daniela Ryf im Triathlonfieber

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Ehrgeiz, Talent, Zielstrebigkeit, fokussiert sein – all das sind Attributte die Daniela Ryf treffend beschreiben. Wir alle kennen die Spitzensportlerin von dieser Seite. Sehen und hören, wie hart sie trainiert, freuen uns mit ihr über ihre Erfolge oder können ihr nachfühlen, wenn ein Rennen nicht den Wünschen entsprechend verläuft.

Wir haben uns für einmal nicht mit Daniela selbst, sondern mit ihrer Mutter Ursula Ryf und ihrer Freundin und engen Vertrauten Madeleine Schoch unterhalten.

Schon als kleines Mädchen war Daniela Ryf keine, die gerne stillsass. Sie war früh auf, immer in Bewegung und gerne draussen, erinnert sich Mutter Ursula. Mit 13 Jahren hat sie erstmals Triathlonluft geschnuppert und nach einem Camp in Magglingen ganz alleine entschieden, diese Sportart in ihr Leben zu integrieren.

Daniela war fest entschlossen, sich dem Wildcats Triathlonteam in Basel anzuschliessen um dort zu trainieren, obwohl es auch einen Triathlonclub in Solothurn gab. So reiste sie jedes Wochenende für die Trainings nach Basel. Während 14 Jahren war Daniela Mitglied bei den Wildcats, wo sie auch Freunde fürs  Leben gefunden hatte.

Die Kunst, mehrere Dinge gleichzeitig zu managen beherrschte Daniela schon damals sehr gut. Sie war eine gute Schülerin, fleissig und zielstrebig trainierte sie auch noch während der Woche im Schwimmclub Solothurn oder die Lauftrainings alleine, um im Triathlonsport Fuss zu fassen.

Mit dem Wechsel auf die langen Distanzen und den ersten Siegen nahm der Trubel um Danielas Person rasch zu. Spätestens nach ihrer ersten Teilnahme an den Triathlon-Weltmeisterschaften 2014 in Kona auf Hawaii war klar, dass Daniela nicht mehr all ihre Aufgaben alleine würde managen können. Für Mutter Ursula war und ist es selbstverständlich ihrer Tochter unter die Arme zu greifen und sie zu unterstützen wo es nötig ist. Und trotzdem, mittlerweile gibt es Bereiche in Danielas Karriere als Triathlonprofi, aus denen sich Ursula bewusst raushält. So erzählt die Mutter von zwei Kindern, dass sie jeweils darauf verzichtet, ihre Tochter am Starttag zum Wettkampfareal zu begleiten um sie dort zu unterstützen. Mit einem Schmunzeln fügt Ursula Ryf hinzu, dass sie selbst vor Danielas Starts viel zu nervös wäre und keine gute Hilfe. Daniela brauche am Start eine ruhige Seele, die die Nerven behalte.

Ursula Ryf selbst ist viel lieber pünktlich am Streckenrand um ihre Tochter von einer ruhigen Ecke aus anzufeuern.

Fragt man Ursula Ryf, was sie an ihrer Tochter ganz besonders schätzt, so merkt man schnell, dass es die Art von Daniela ist, bei all dem Erfolg auf dem Boden der Realität zu bleiben. Die Familie ist das wichtigste, an Traditionen wird festgehalten und ganz gleich ob Spitzensportler oder nicht, man unterstützt sich im Hause Ryf gegenseitig.

Support bekommt Daniela Ryf auch durch ihre Freundin Madeleine Schoch aka Mädi. Ob vor, während oder nach dem Wettkampf, in der Regel weiss Madeleine am besten, wie es Daniela gerade geht oder was sie braucht. Seit Jahren schon sind die beiden ein Team. Anfangs, so erzählt Mädi, hat es Zeit und Energie gekostet, sich zu finden, dahin zu gelangen, dass man sich wortlos versteht. Inzwischen ist das alles kein Problem mehr. Als langjährige Supporterin und Freundin weiss Mädi genau was zu tun ist, wenn sie Daniela an ihre Wettkämpfe begleitet. Sie ist für fast alle Eventualitäten gerüstet und sollte der Schoggiriegel vor dem Schwimmstart doch einmal fehlen, erklärt sie ihrer Freundin mit stoischer Ruhe, dass dieses „Glüschtli“ nun doch nicht vorhersehbar war und der Schokoladenriegel jetzt halt bis nach dem Rennen warten müsse.

Madeleine ist die gute Fee rund um Daniela herum, immer energiegeladen, Einsatz bereit, organisiert und vorausschauend. Mädi nimmt der Spitzensportlerin in den Tagen vor dem Wettkampf alles ab, was zusätzlich belasten könnte, organisiert Haargummis, Nahrung, besorgt notwendige Informationen und begleitet Daniela Ryf an die Termine rund um das Rennen.

Aber, und das scheint das Geheimnis dieser starken Verbindung zu sein, Mädi ist nicht einfach nur das Mädchen für alles. Daniela Ryf und Madeleine Schoch verbindet eine richtige Mädchenfreundschaft. Sie haben sich als Teenager in der Schule kennengelernt und schnell entdeckt, dass sie, obwohl ganz verschieden, auf einer Wellenlänge sind.

Manchmal erzählt Mädi, ist es auch nötig, dass sie sich ordentlich die Meinung sagen. Jede hat in dem Gespann ihren Platz, fordert offen ihre Rechte ein und kommt ihren Pflichten nach. Nur so funktioniert es.

Wenn die beiden jungen Frauen mal wieder gemeinsam auf Reisen zu einem Wettkampf sind, wird eigentlich, so Mädi, nur so viel wie nötig über Sport oder Triathlon gesprochen. Viel mehr steht dann die Freundschaft im Zentrum. Es werden Zeitschriften nach den neusten Wohntrends durchforstet, die Modewelt wird auf den Kopf gestellt, es wird gelacht und manchmal, wenn die Triathlonsaison zu Ende ist oder ein erfolgreiches Rennen hinter den beiden liegt, sogar gefeiert.

Übrigens, das nächste grosse Abenteuer steht Daniela Ryf, ihrer Familie und ihren Freunden schon bevor. Am 9. Juli 2017 startet der Angry Bird an der Challenge Roth.

Wir, liebe Daniela, wünschen dir jetzt schon viel Glück, drücken dir die Daumen und feuern dich vor Ort an!

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